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EISELE

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Wenn der Wetterhahn fliegt: Eisele setzt Wumag WT 1000 in St. Moritz ein

103 Meter Arbeitshöhe, engste Platzverhältnisse und ein präzise koordinierter Helikoptereinsatz: Für anspruchsvolle Arbeiten an der reformierten Dorfkirche St. Moritz setzte die zur Hagedorn Unternehmensgruppe gehörende Eisele GmbH ihre Hubarbeitsbühne Wumag WT 1000 ein. Der Auftrag kam über die Firma EMIL EGGER AG aus der Schweiz.

Hoch über den Dächern von St. Moritz schwebt ein Wetterhahn. Unter ihm liegt der 77 Meter hohe Kirchturm, neben ihm befindet sich ein Helikopter. Im Arbeitskorb der Wumag WT 1000 arbeitet Eisele-Bühnenfahrer Thomas Gröschner. Was wie ein spektakulärer Einzelmoment aussieht, ist das Ergebnis einer sorgfältig geplanten Kette von Arbeitsschritten. Der Einsatz fand vom 30. Juni bis 2. Juli 2026 statt.

Über die Alpen ins Engadin

Die Vorbereitung begann lange vor dem eigentlichen Hub. Für den Transport der WT 1000 nach St. Moritz mussten die Fahrtroute, die Zollabfertigung und ein Schweizer Begleitfahrzeug organisiert werden. Über enge Passstraßen und schmale Ortsdurchfahrten führte der Weg schließlich über den rund 2.284 Meter hohen Julierpass ins Engadin. Eine besonders steile Passage hinter dem Pass stellte zusätzliche Anforderungen an Fahrzeug und Fahrer. Das Begleitfahrzeug sicherte kritische Streckenabschnitte und unterstützte bei Engstellen.

Millimeterarbeit in einer engen Gasse

In St. Moritz wartete die nächste Herausforderung. Die WT 1000 musste in einer schmalen Gasse im Bereich der Dorfkirche positioniert werden. „St. Moritz an sich ist sehr eng. Wir stehen in einer Gasse, wo die Bühne gerade so hereinpasst“, sagt Rocco Schimmel, Prokurist und Abteilungsleiter Krandienst, Schwermontage und Projekt Engineering bei Eisele. Auch für die Abstützung musste eine individuelle Lösung gefunden werden. Eine Seite der WT 1000 konnte vollständig abgestützt werden, auf der gegenüberliegenden Seite war aufgrund der örtlichen Gegebenheiten lediglich eine halbseitige Abstützung möglich. Trotzdem konnte die vollständige Arbeitshöhe von 103 Metern genutzt werden. „Die WT 1000 ist die richtige Lösung, da sie auf sehr beengten Platzverhältnissen trotzdem hochflexibel ist“, erklärt Jan Börstinghaus, Leiter der Projektabteilung Schwermontage und Projekt Engineering bei Eisele.

Vorbereitung für den Helikoptereinsatz

Die 2007 gebaute Arbeitsbühne Wumag WT 1000 ist auf einem selbstfahrenden, geländegängigen fünfachsigen Kranfahrgestell montiert. Sie verbindet eine große Arbeitshöhe mit der erforderlichen Manövrierbarkeit und Standsicherheit.
Am 30. Juni erfolgten die Ankunft und der Aufbau der Arbeitsbühne. Am folgenden Tag standen Instandhaltungsarbeiten am Turmdach und an der Aufnahmebefestigung des Wetterhahns auf dem Programm. Zusätzlich wurde eine Holzleiter im oberen Turmbereich ersetzt. Sie wird für den Winterdienst benötigt und ermöglicht den späteren Zugang zur Schneeräumung des Turms. Die Gemeinde St. Moritz, Abteilung Hochbau, unterstützte den Einsatz unter anderem bei Zufahrt und Absperrungen sowie durch ihren Werkhof. Auch weitere Partner wurden in den Ablauf eingebunden.
Für Bühnenfahrer Thomas Gröschner ist diese Vorbereitung ein entscheidender Bestandteil des Erfolgs: „Die Leute, die es vorbereiten, sind genauso wichtig wie die Leute, die es am Ende umsetzen.“

Präzisionsarbeit aus dem Arbeitskorb

Am 2. Juli folgte der entscheidende Teil des Einsatzes. Die HeliBernina AG transportierte den Wetterhahn vom Bereich des Parkhauses Quadrellas zur Kirchturmspitze. Die WT 1000 war dabei ein zentraler Bestandteil des Montagekonzepts. Aus dem Arbeitskorb übernahm Thomas Gröschner die Führungsseile und unterstützte dabei, den Wetterhahn kontrolliert an seine endgültige Position zu führen.
Pilot, Einweiser und Bühnenfahrer mussten präzise zusammenspielen. Auch die Länge der Seile wurde so gewählt, dass die Einflüsse der schwebenden Last auf die Arbeitsbühne möglichst gering blieben. „Der Korb bietet keinen so festen Standpunkt wie die Erde. Er arbeitet ein bisschen wie ein kleines Boot – es ist immer Bewegung“, beschreibt Gröschner die Arbeitssituation in der Höhe. Die WT 1000 diente damit nicht nur als Zugangsmittel. Sie war ein wesentlicher Bestandteil der technischen Lösung.

Der Wetterhahn kehrt auf den Kirchturm zurück

Am Ende steht der Wetterhahn wieder auf der Spitze der reformierten Dorfkirche St. Moritz. Für Passanten sichtbar sind vor allem der Helikopter über dem Kirchturm und der Mitarbeiter im Arbeitskorb weit über den Dächern der Stadt. Dahinter stehen eine sorgfältige Vorbereitung, technische Erfahrung und die präzise Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Für Bülent Akgöl, Chief Operating Officer der Hagedorn Schwerlastlogistik Management GmbH, steht der Einsatz beispielhaft für das erfolgreiche Zusammenspiel von Technik, Planung und Teamarbeit: „Das war eine tolle Teamleistung. Der Einsatz zeigt, wie innovative technische Lösungen, gute Vorbereitung und die präzise Zusammenarbeit aller Beteiligten auch unter anspruchsvollen Bedingungen zum Erfolg führen.“

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